Kopfläuse

   

Kopfläuse-Alarm gibt es in Schulen, Kindergärten oder sonstigen Einrichtungen immer wieder. Ein erster Anhaltspunkt für einen Befall mit Kopfläusen sind weiße, schuppenartige Gebilde, die in größerer Menge am Haarschaft haften. Es handelt sich dabei um die 1-2 Millimeter großen Eier der Läuse, die sogenannten Nissen und um deren Hüllen. Weitere Anzeichen sind heftig juckende Stellen, Kratzspuren und Entzündungen im Bereich des Haaransatzes, am Nacken und hinter den Ohren. Lebende Läuse sind dagegen nicht so leicht zu erkennen, da sie nur 2-3 Millimeter groß und farblich sehr gut getarnt sind. Die Läuse ernähren sich, indem sie Blut aus der Kopfhaut saugen. Dabei können sie sich in kurzer Zeit stark vermehren.

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Wie werden Kopfläuse übertragen?
Die Übertragung von Kopfläusen erfolgt entweder durch den direkten Kontakt mit einer Person, die infiziert ist, oder indirekt durch den Kontakt mit Gegenständen, an denen Läuse oder deren Nissen haften. Das können zum Beispiel Kamm, Bürste, Haarschmuck, Kopfbedeckung, Kleidungsstücken, Handtüchern, Bettzeug, Decken oder Kuscheltiere sein.
In Schulen oder Kindergärten, wo Kinder oft engen körperlichen Kontakt miteinander haben und immer wieder Gegenstände austauschen, breitet sich ein Läusebefall besonders schnell aus. Zwar können die lästigen Parasiten nicht fliegen oder springen, aber mit ihren sechs krallenbewehrten Beinchen bewegen sie sich sehr rasch von einem Haarschopf zum nächsten fort. Sie können sich zwischenzeitlich aber auch an Mützen, Haarspangen oder Schmusetieren festklammern, bis ein neues Opfer in erreichbare Nähe kommt.

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Warum ist bei Läusebefall Eile geboten?
Läuse vermehren sich quasi explosionsartig. Jedes Läuseweibchen legt während ihres etwa 4wöchigen Lebens täglich 3 bis 7 Eier ab. Insgesamt können es bis zu 100 Eier sein. Acht Tage nach der Eiablage schlüpfen daraus zunächst die Larven, die sich über drei Stadien innerhalb von 10 Tagen zu geschlechtsreifen Läusen entwickeln, die nun ihrerseits Eier legen. Bei dieser Entwicklungsgeschwindigkeit kann es schnell zu einer epidemieartigen Ausbreitung kommen.

Wie kann man am besten eine neue Ansteckung verhindern?
Die Läuse und ihre Nissen können auch ohne ihren Wirt noch einige Zeit überleben und eine Neu-Infektion auslösen. Um das zu verhindern, sollten Sie folgende Maßnahmen beachten:
• Alle Gegenstände, die Läuse übertragen könnten, wie Kämme, Bürsten, Haarschmuck, Schmusetiere und Polster, mit speziellen parasiten-wirksamen Desinfektionsmitteln aus der Apotheke behandeln.
• Kleidung und Bettwäsche, soweit möglich, im Kochwaschgang waschen oder vier Wochen in Plastiksäcken verschließen, um Läuse und Larven auszuhungern und abzutöten.

 

 

Was kann man gegen Kopfläuse tun?
Allein das gründliche Haare waschen reicht nicht aus, um die Läuse wieder los zu werden, da sie und die Nissen sich relativ fest im Haar verankern. Besteht bei Ihrem Kind der Verdacht auf einen Befall mit Kopfläusen, sollten Sie schnell einen Arzt aufsuchen. Er wird ein Präparat zur Läusebehandlung verschreiben das die Läuseplage schon innerhalb weniger Tage beseitigt. Ihr Kind darf solange nicht zur Schule oder in den Kindergarten gehen, bis einwandfrei feststeht, dass die Läuseinfektion beseitigt ist. Wichtig ist, das verordnete Antiläusemittel genau nach der Vorschrift auf dem Beipackzettel anzuwenden.
Die nach der Behandlung im Haar verbliebenen Hüllen der Nissen können mit einem feinzinkigen Läusekamm ausgekämmt werden. Um wirklich alle Läuse und Nissen zu erfassen, sollte die Behandlung nach einigen Tagen wiederholt werden. Die Entlausungsbehandlung sollte auch mit allen anderen Familienmitgliedern durchgeführt werden, um eventuell bereits übertragene Läuse möglichst frühzeitig zu beseitigen und eine neue Übertragung zu vermeiden.